Last but not least - Thailand

03Mai2016

Drei Tage Wasserschlacht und Riesen Party - das thailändische Neujahr "Songkran" ist ein großes dreitägiges Festival, was von jung und alt Tag und Nacht zelebriert wird. Und wir sind mitten hinein geplatzt, als wir am Abend des 13. April's im Bangkok ankamen. Nach nur ein paar Schritten standen wir mitten im Getümmel von hauptsächlich sehr jungen Thais, die ausgelassen feierten und sich gegenseitig mit eiskaltem Wasser bekippten bzw sich mit riesigen Wasserpistolen beschossen. Dazu kommt,eine weiße Paste, die man ins Gesicht geschmiert bekommt. Wir wurden da keineswegs verschont nur weil wir mit unserem schweren Gepäck versuchten zu unserer Unterkunft zu gelangen. Nach einem relativ weitem Fußweg im Schneckentempo mühsam voran gekämpft kamen wir klatschnass und mit weißen Gesichtern und Rucksäcken im Hostel an.
Am Abend zum essen und am nächsten Tag erging es uns nicht anders. Wir waren Zielobjekt für kleine bis große Wasserpistolen, was ja bei der Hitze noch eine nette Abkühlung ist. Wenn man allerdings einen Eimer voller Eiswasser in den Nacken bekommt, stockt einem vor Kälteschock schon mal der Atem. Während das Wasser noch ganz lustig ist (wenn natürlich auch eine riesen große Verschwendung) ist diese Paste im Gesicht ziemlich ekelhaft. Was als schöne Tradition mit sehr geringen Wassermengen, die man sich auf Schultern oder in die Hände träufelt und sich viel Glück fürs Neue Jahr wünscht, ist in eine riesen große Party und Wasserverschwändung ausgeartet. Es war jedenfalls so oder so interessant, das mal mitzumachen. wink Leider habe ich keine Bilder von diesem Spektakel, da ich mir natürlich nicht getraut habe meine Kamera  herauszuholen. Wen das interessiert, der kann hier mal schauen was da in Bangkok so abgeht.


Das Zentrum der Hauptstadt sind wir mal wieder zu Fuß abgelaufen zusammen mit Jaydon, der lustigerweise zu gleichen Zeit dort gewesen ist.

Ein Tuk Tuk

Eine Nacht war natürlich feiern auf der berühmt berüchtigten Party Meile Khao San Rd angesagt. Auch hier wurde an Wasser nicht gespart und die Musik schallte von den Bars laut nach draußen, sodass größtenteils auf der Straße getanzt wird. Wir hatten schon Spaß, aber so legendär wie alle immer erzählen fand ich es nun auch wieder nicht.
Einen anderen Tag fuhren Christin und ich aus der Stadt heraus zu zwei "Floating Markets" (schwimmende Märkte). Wie schon erwähnt liebe ich die asiatischen Märkte und auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Zwar recht touristisch, aber trotzdem spannend zu beobachten. Der auf dem Wasser liegende Teil, sprich Boote, in denen die Händler ihre Ware (meist) Essen verkaufen, war zwar kleiner als gedacht, aber auf jeden Fall etwas besonderes!


Von Bangkok nahmen wir nach drei Tagen den Nachtzug nach Chiang Mai, den Norden des Landes. Hier gingen Christin und ich das erste mal wieder getrennte Wege für eine Weile. Aus verschiedenen Gründen entschieden wir, dass eine Pause uns auch ganz gut tun würde.
Bevor Jaydon weiter nach Australien flog, verbrachte ich mit ihm noch ein paar Tage. Zusammen haben wir die Stadt und vor allem den großen Sonntags-Nachtmarkt erkundet, wo ich ordentlich shoppen war. Den zweiten Tag haben wir uns einen Roller geschnappt und die Gegend erkundet. Einen Berg hinauf zu einem Tempel. Leider war die Aussicht nicht so wie sie bei klarer Sicht hätte sein können, bzw hatten wir eigentlich gar keine Aussicht. Dafür folgten wir der Straße noch etwas weiter und entdeckten so ein kleines Bergdorf mit einem schönen Blumengarten inklusive Wasserfall, der in der Trockenheit nur nicht wirklich Wasser beinhaltet.


Unserer weiteter Weg führte uns in ein anderes Gebiet, wo wir tatsächlich einige Elephanten zu Gesicht bekamen, auch ohne eine dieser fragwürdigen Elephantentouren mitzumachen, was für mich definitiv nicht in Frage kam, da die Tiere oft in schlimmen Verhältnissen leben und/oder sogar misshandelt werden.

Nach einem lecker Mittagessen erkundeten wir später zwei versteckte Höhlen irgendwo im Nirgendwo.


Eigentlich hatten Jaydon und ich bereits den Plan geschmiedet zusammen nach Pai zu gehen - ein kleines Städtchen, nicht weit von Chiang Mai. Nur leider oder glücklicherweise hat Jaydon gerade so rechtzeitig realisiert, dass sein Flieger nach Australien schon drei Tage eher geht, weswegen er direkt nach Bangkok zurück musste und ich alleine nach Pai aufgebrochen bin.

Pai war einer meiner Lieblingsorte in Thailand! Der keine Ort in den Bergen hat einfach Flair. Ich weiß, das sage ich oft, aber so ist es einfach und es ist schwer Worte zu finden für das, was genau diesen Flair ausmacht. Hier hat mir besonders der Nachtmarkt gefallen. Dort gab es so viele Leckereien, dass ich dort jeden Abend hin bin und mir mit mehreren köstlichen Kleinigkeiten den Bauch vollgeschlagen habe. Am letzten Abend habe ich zwar eine der gefüllten Teigtaschen nicht vertragen, hatte deshalb eine unangenehme Nacht vor mir und war auch die ganze folgende Woche, die zugleich meine letzte Woche in Asien sein sollte, nicht ganz fit, aber zum Glück war das ja der einzige Vorfall und somit kann ich nur froh drüber sein, dass ich nicht mehr Probleme hatte.

Einen Tag habe ich mir wieder mit dem Roller die Umgebung angesehen und dabei eine Gruppe Holländer getroffen (in Thailand waren auffällig viele Holländer unterwegs), mit denen ich dann zusammen durch die Gegend kurvte.

Mein Hostel in Pai

Von Pai aus ging es ab in den Süden Richtung Strand. Hier wollte ich die letzten Tage meiner langen Reise in Ruhe ausklingen lassen. Doch um dort hinzukommen hatte ich einen sehr langen Weg vor mir! Erst drei bis vier Stunden zurück nach Chiang Mai, dort auf den Nachtbus nach Bangkok warten, dort den ganzen Tag herumbekommen um dann den nächsten Nachtbus nach Krabi zu nehmen. Und die Nachtbusse sind in Thailand keieswegs so komfortabel wie in Vietnam, sondern ganz normale Busse, wo man nur die Lehne etwas nach hinten verstellen kann. Früh dann endlich in Krabi angekommen, ging es gleich noch weiter mit dem Boot auf Koh Lanta, eine Insel westlich vor dem thailändischen Festland. Die Insel ist wunderschön und vor allem recht ruhig, wenige Touristen. Es gibt nur eine wenigbefahrene Straße, die die Insel einmal umrundet und somit natürlich zu einer weiteren Motoroller-Spritztour einlud. Traumhaft schöne verlassene Strände, ein kleiner Nationalpark mit klippenartigen Felsen, die mich an Neuseeland erinnerten, nur das hier noch verrückte Affen überall herumsprangen und ein süßes Fischerdorf machten den Ausflug perfekt.

Da hier wirklich wenige Menschen unterwegs waren, nutzte ich die Zeit für mich, die ich eindeutig brauchte, um mich mental auf meine Rückkehr vorzubereiten. Ich sog all die Schönheit nochmal in mich auf, ließ die Reise mit all ihren Highlights in meinem Kopf revue passieren und realisierte, dass ich im Großen und Ganzen bereit war, nach Hause zu gehen. Ich habe so viel Tolles erleben und erfahren dürfen, konnte lange nicht genug bekommen aber am Ende war die Schublade für neue Eindrücke einfach voll und ich brauche nun erstmal Zeit um diese nach und nach zu leeren, in meinem gewohnten Umfeld die vergangenen Erlebnisse wieder auszupacken und zu verarbeiten. Trotzdem freue ich mich jetzt schon, wenn es an der Zeit ist, wieder loszuziehen, denn es gibt noch so viel zu entdecken in dieser Welt.

Aber nun erstmal zu den letzten Tagen in Thailand, die ich wieder zusammen mit Christin auf Koh Tao einer Insel auf der anderen Seite des Festlandes, verbrachte.Hier herrschte wieder Tourismus pur. Entsprechend ihrem Ruf ist die Insel, jedenfalls auf der Westseite, übersäht mit Tauchschulen und jedermann kommt hier her um für verhältnismäßig sehr wenig Geld seinen Open-Water-Tauchschein zu machen. Oder wenn man diesen schon hat,bieten die Riffs einfach eine gute Gelegenheit um günstig tauchen zu gehen, so taten es auch zwei Mädels, die wir in Neuseeland kennengelernt und dort lustigerweise wiedergetroffen haben.

Um dem Trubel der Insel zu entkommen sind wir auf die andere, viel ruhigere Seite (Tanote Bay) weitergezogen, wo wir einen kleinen Bungalow für uns alleine hatten in einem Resort direkt am Strand.

Hiermit hatten wir einen tollen Ort gefunden um die letzten Tage unserer Reise zu verbringen. Da der Bungalow sehr einfach und günstig war, konnten wir uns drumherum noch einiges gönnen. Ob Pancakes zum Frühstück mit Blick aufs Meer, Eis, Cocktails oder eine Massage am Strand, es fehlte uns an nichts. Deshalb habe ich auch nicht wie geplant einen Tauchschein gemacht, für den ich die meiste Zeit unter Wasser verbracht hätte, sondern habe mir stattdessen nur durch einen Schnuppertauchgang, der immerhin bis zu 10 Meter tief ging, einen Eindruck verschafft.

Nachdem wir nochmal viel Energie getankt hatten, hieß es am Tag vor unserem Flug wohl oder übel "bye bye paradise" und ein Boot brachte uns zurück zum Festland und ein Nachtbus nach weiter Bangkok.

Diesmal waren wir rechtzeitig am Flughafen, alles lief glatt. Wir haben noch dei Freunde getroffen, die wir auch aus NZ kannten. Es hatte sich schon vorher herausgestellt, dass sie den gleich Flieger nehmen würden, ist das nicht verrückt?

Und hier war ich nun...am Flughafen - tatsächlich am Ende meiner Reise. Wo sind die letzten eineinhalb Jahre hin? Genau 526 Tage nach dem Aufbruch in Frankfurt begab ich mich in ein Flugzeug und wusste, wenn ich aussteigen würde, werde ich deutschen Boden - heimatlichen Boden - betreten. Was ist das für ein Gefühl? Ich kann es nicht beschreiben. Ehrlich gesagt war es fast gar kein Gefühl. Christin und ich haben uns immer wieder gegenseitig versucht klar zu machen "Wir fliegen jetzt nach Hause", aber wir konnten es nicht fassen. Es fühlte sich so normal an, als ob es einfach weiter geht, aber dass unser nächstes Ziel vorerst die Endstation sein würde, realisierte ich erst am Flughafen bzw nach und nach im Flugzeug einer deutschen Airline, wo die Stewardessen in unserer Muttersprache mit uns redeten.

Die ganze Unwirklichkeit und Verwirrung verflog erst vollständig nach der letzten Etappe von Köln nach Berlin. Denn dort am Flughafen Tegel, als ich an der Gepäckausgabe stand, war sie da - meine Familie. Auch Freunde von mir aus Berlin waren als gelungene Überraschung gekommen. Nur ca. 10 Meter von mir entfernt standen sie, aber getrennt durch die elektrische Schiebetür aus Glas. Aber ich musste auf meinen Backpack warten...Bis zu diesem Moment war ich so entspannt. Aber dann, während mein Blick undgeduldig hin und her schwankte zwischen dem Band, auf dem ein Gepäckstück nach dem andern an mir vorbei fuhr und meinen Liebsten hinter der Glaswand, brach alles aus mir heraus. Ich konnte es nicht fassen, dass ich in wenigen Augenblicken meine Familie, besonders meine kleine Schwester, in die Arme schließen würde. Und für dieses Gefühl, als genau das geschah, gibt es wirklich keine Worte

 

Tempel von Angkor

13April2016

Leider waren wir in Kambodscha nur zur Durchreise mit dem einzigen Stop für drei Tage in Siem Reap, dem Ausgangsort zu den Tempeln von Angkor - die weltweit größte Ansammlung von architektonisch und religiös wertvollen historischen Stätten.
Nach der 13 Stunden Busfahrt in Siem Reap angekommen wollten wir nur noch essen, duschen und ins Bett fallen. Am Folgetag brauchten wir mal wieder Zeit zum Relaxen. Nach dem Frühstück sind wir ein Weilchen über die traditionellen Märkte geschländert - immer wieder interessant anzusehen. Von Klamotten, Taschen und Schuhen über Souvenirs bis hin zu Obst, Gemüse, Nüssen und Seafood, sowie einige nationale Spezialitäten, von denen ich manchmal lieber nicht wissen möchte was es ist, findet man hier wirklich alles. Wie fast überall in Südostasien habe ich das Gefühl, dass Angebot und Nachfrage in keinem Verhältnis stehen. Ein Stand neben dem andern bietet in großer Stückzahl die gleiche Ware an und das bei einer eher geringen Besucherzahl. Das bedeutet wenn man als "reicher" Europäer vorbei kommt springt jede der meist weiblichen Verkäuferinnen auf, redet auf dich ein und geht mit dem Preis so weit herunter, dass man sich ziemlich elend fühlt dennoch nichts zu kaufen. Das ein oder andere Schnäppchen habe ich allerdings schon gemacht. ;)
Den Rest des Tages haben wir nur noch am hosteleigenen Pool entspannt und einen Plan für den nächsten Tag geschmiedet. Das erwies sich schwieriger als gedacht, denn die Tempelanlage ist so komplex, dass es nicht einfach ist zu entscheiden was genau man sich alles anschauen will.
Am Abend haben wir uns dann noch auf der Straße einen Tuk-tuk Fahrer (Tuk-Tuk = lokales Transportmittel/Mini-Taxi auf drei Rädern, in dem Bis zu vier Personen Platz finden) organisiert, der uns am nächsten morgen 4.30 abholte, sodass wir rechtzeitig Tickets kaufen und den Sonnenaufgang sehen können.
Aus zeitlichen Gründen sind wir nicht mehr zu einem kleinen Tempel auf einem Berg aufgestiegen, sondern haben den Sonnenaufgang am beliebtesten Ort Angkor Wat mit hundert anderen Touristen gesehen. Genau das, was ich eigentlich vermeiden wollte, denn so kommt natürlich nicht wirklich die erwartete Stimmung auf. Außerdem war es total bewölkt, sodass vom Sonnenaufgang gar nicht viel zu sehen war. Trotzdem war der Tempel im Licht der frühen Morgenstunden sehr schön anzusehen und die Massen haben sich Gott sei Dank gut verlaufen.

imageimageimage

Nach Absprache mit unserem Fahrer sind wir den Rundweg in entgegengesetzter Richtung gestartet wie die meisten Besucher. Das hat sich ausgezahlt. Beim nächsten Tempel Pre Rup waren nur ein paar vereinzelte Besucher.

imageimage

Jeder einzelne der insgesamt 6 Tempel, die wir gesehen haben, hatte etwas Eigenes. Besonders gut hat mir Banteay Kdei, ein weniger bekannter, abgelegen, aber weitläufiger, geheimnisvoller, von Pflanzen verwucherter Tempel. Hier konnte man mit etwas Feingefühl die wertvolle Vergangenheit förmlich spüren.

image

Aber auch die berühmten Tempel im Anschluss waren sehr beeindruckend. Sowohl der Hollywood Drehort Ta Prohm, der von riesigen Wurzeln überwachsen ist, als auch Bayon, der Tempel der Gesichter.

imageimageimageimageimageimageimage

Nur die Hitze hat uns ganz schön zu schaffen gemacht. Hier war es so heiß wie nirgendwo anders bisher, mindestens 40°C, sodass wir nachmittags erschöpft ins Hostel zurückkehrten.
Am nächsten Morgen gib es dann schon mit dem Bus weiter Richtung Thailand - unsere letzte Station in Asien. Die meiste Zeit an diesem Tag verbrachten wir mit warten. An der Grenze war unheimlich viel los. Schon bei der Ausreise auf der kambodianischen Seite, besonders aber bei der Einreise in Thailand haben wir Ewigkeiten angestanden. Nach über 3 Stunden saßen wir dann endlich im van nach Bangkok, wo wir erst spät abends ankamen. So platzten wir mitten hinein in die riesengroße Party des ersten Tages vom Thai New Year - Songkran.

Von Nord nach Süd, von kalt nach heiß - 15 Tage durch Vietnam

10April2016

Nach dieser Prozedur am Flughafen waren wir echt froh tatsächlich in Hanoi angekommen zu sein. Sofort verstanden wir warum jedermann vom verrückten Verkehr  in Vietnam spricht. Es scheint einfach keine Verkehrsregeln zu geben außer "Hupen was das Zeug hält". Es gibt zwar Ampeln und Zebrastreifen, aber die könnten sie auch genauso gut weglassen, die werden nämlich grundsätzlich übersehen. Wenn man als Fußgänger die Straße überqueren will funktioniert das nur nach dem Motto "Augen zu und durch" - einfach loslaufen und bloß nicht stehen bleiben,  so sehen dich die 100en Motorrollerfahrer, können deinen Weg einschätzen und fahren um dich herum.

image

Trotz der Größe und der vielen Menschen hat mir Hanoi gut gefallen. Irgendwie versprüht der ganze Trubel eine interessante Energie. Besonders einer der traditionellen Märkte hat mich besonders begeistert. Ewig hätte ich dort stehen und das bunte Treiben beobachten können. Wahrscheinlich ist das Besondere hier, dass es sich um einen authentischen lokalen Markt handelt, der kein bisschen touristisch ausgelegt ist.
Für ein bisschen Unterhaltung und Kultur haben wir uns ein traditionelles Wasserpuppen Theaterstück angesehen.

image

Bevor wir weiter Richtung Süden zogen haben wir noch einen zweitägigen Ausflug zur berühmten Halong Bay gemacht. Mit den Bus bis zum Hafen und dann mit einem der zahlreichen Boote hinein in die Bucht. Wir hatten eine Kabine mit Bad für uns alleine und Essen war inklusive. Zum Programm gehörten der Besuch einer Höhle, kayaken um eines der schwimmenden Dörfer (floating villages) und eine "cooking class", in der man einfach nur gezeigt bekommen hat wie eine Frühlingsrolle gerollt wird.
Das Wetter hat leider nicht wirklich mitgespielt, sodass die Aussicht in der Bucht nicht ganz so spektakulär war wie erwartet. Wenn man sich ein bisschen Sonnenschein vorstellt, kann man allerdings schon verstehen warum dieser Ort zu den UNESCO-Naturwundern zählt.
Im Norden Vietnams und besonders hier auf dem Boot War es recht kühl, sodass lange Hose und Pulli wieder herausgekramt wurden.

image

Zurück in Hanoi nahmen wir noch am gleichen Abend den Nachtbus nach Phong Nha - einem Nationalpark viel weiter südlich. In dem verkehrsarmen Städtchen haben wir uns jeder einen Scooter geschnappt und die Gegend erkundet. Eine der riesigen spektakulären Tropfsteinhöhlen haben wir uns genauer angesehen und sind danach einfach die Umgebung abgefahren.

image image image

Es macht echt Spaß und ist einfach super spannend so etwas vom Leben der Einheimischen außerhalb der Touristengebiete mitzubekommen. Schon vom Scooter aus sieht und erlebt man viel. Unter anderem haben wir auf der Strecke eine "Fähre" über den Fluss genommen. Dieses Boot, auf der Karte als offizielle Fähre eingezeichnet, war eine kleine hölzerne Nussschale, die aber stark genug war um uns und unsere motorbikes zu transportieren. 

image

Später am nachmittag, als uns nach einer Erfrischung zumute war fanden wir das Schild mit der Aufschrift "Pub with cold beer" sehr einladend. (Natürlich wollten wir kein Bier trinken, wenn wir fahren, aber die würden wohl auch ein Softdrink haben.) Der Wegweiser führte uns einen kleinen Pfad entlang ins ländliche Nirgendwo zu einem privaten Haus. Kaum abgestiegen kam uns ein kleiner Junge entgegen gerannt und brachte das Menü. Kurz darauf saßen wir mit einer Cola zusammen mit Mama, zwei Kindern und (ich vermute) einer Nachbarin auf Plastikstühlen vor dem Haus und spielten Karten. Sichtlich froh, dass mal Gäste da waren erklärten sie uns das Kartenspiel durch Zeigen und mithilfe von Händen und Füßen. Denn das besondere an diesem Treffen war, dass wir nicht ein Wort die selbe Sprache sprechen. Eine tolle Erfahrung wie es trotzdem alles funktioniert.

Nach Phong Nha ging es für eine Nacht in die historisch wertvolle Stadt Hué, deren alte Kaiserstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Für mich nicht ganz so fesselnd wir vielleicht für einen großen Geschichtsfanatiker, dennoch den Besuch absolut wert. Hier herrschte wieder die gewohnte Hitze und je südlicher wir kamen umso extremer wurde es.

image

Von hier aus fuhren wir auch schon nach Hoi An, meinem Lieblingsort in Vietnam. Den Grund dafür in Worten auszudrücken ist schwer, denn es ist die ganze Atmosphäre, die diesen Ort ausmacht. Die gute Grundbasis dafür wurde durch unsere Gesellschaft gelegt. Christin und ich teilten uns ein vierbett-zimmer mit einer Schwedin namens Caroline und Jaydon aus Kanada. Wir waren eine echt coole Truppe und haben vor allem das Nachtleben ausgekostet. Die Stadt ist dafür optimal. Mit mehr oder weniger nötigen Tricks ließen wir uns mehrere kostenlose Willkommensdrinks in verschiedenen Bars servieren und kosteten die Happy hour voll aus.Aber das nur am Rande...
Was die Stadt vor allem ausmacht sind die tausenden bunten Lampions, die die süßen belebten Gassen und die Uferpromenade des Flusses beleuchten.
Zusammen mit dem bunten Markttreiben, den Booten und der Energie, ausgestrahlt durch die gemischte Ansammlung von Einheimischen und Touristen, herrschte für mich dort einfach eine zauberhafte Stimmung.


image
image

Deswegen ist es tagsüber aber auch nur halb so schön. Dann kann man allerdings prima mit dem Fahrrad die Gegend erkunden, die mir genauso gut gefallen hat.

image

Das war auch wieder ein Abenteuer für sich. Nach einer landschaftlich schönen Fahrt und einem Abstecher zum Strand ist auf der Rückfahrt die Pedale von Christins Fahrrad abgefallen. Ich weiß nicht ob man sich vorstellen kann wie anstrengend und absolut umständlich das ist mit nur einer Pedale zu fahren. Spaß macht das auf jeden Fall nicht. Wir haben uns dann abgewechselt und es irgendwie zurück in die Stadt geschafft. Für 80 cent für den ganzen Tag kann man da nur echt nicht meckern. Die Kosten für den Schaden haben wir dann allerdings nicht übernommen, denn die Pedale dieses ollen Drahtesels ist durch normale Belastung abgefallen und nicht durch einen Unfall, wie die Vermieterin es uns weismachen wollte.
Einen anderen Tag fuhren wir mit Caroline zu den Marble Mountains, Marmorberge mit mehreren Höhlen, die Tempel, Buddha Statuen und andere religiöse Stätten beinhalten. Ein absolut lohnenswerter Ausflug. Sehr viel gibt es dort zu sehen und entdecken, ganz abgesehen von der guten Aussicht. 

image image image image

Danach gab es noch einen Sandwich am Strand bevor wir mit dem öffentlich Bus zurück in die Stadt sind.
Nachdem wir unseren Aufenthalt schon verlängert hatten mussten wir dann Hoi An und unsere lieben Zimmermitbewohner schweren Herzens verlassen. Eine sehr lange Busfahrt über Nacht und eine weitere gleich im Anschluss über Tag brachte uns nach Dalat, eine Stadt in den Bergen gelegen. So war es hier zwar tagsüber schon überraschend warm aber es kühlte sich auch sehr schnell ab.
Hier haben wir uns in ein günstiges Hotel einquartiert und sind die am See gelegene Stadt zu Fuß abgelaufen.
Zu den Top Sehenswürdigkeiten hier gehört zweifellos das "Verrückte Haus" (crazy house). In der Tat ein sehr verrücktes Haus bzw verrückte Häuser. Es gibt keine geraden Formen, alles ist schief und krumm, verwinkelt und verformt. Über die Dächer führen schmale Gänge, das innere ist höhlenartig und eng. Die Gebäude dienen als Gasthäuser und Kunstgalerie.
image image

Für den nächsten Tag hatten wir eine Canyoning Tour gebucht. Am nächsten Morgen stellten wir fest, das wir die einzigen beiden waren, die sich für diesen Tag angemeldet haben und somit bekamen wir eine private Tour durch den Canyon. Das war vielleicht ein Spaß sich an Felswände und Wasserfällen abzuseilen, natürliche wasserrutschen entlangzugleiten und von Felsen zu springen. Zwischendurch sind wir entweder am Ufer entlang gelaufen oder durchs Wasser gewatet oder geschwommen.

image image image

Am Abend haben wir uns mit Jaydon wiedergetroffen, der ungefähr die gleiche Reiseroute vor sich hatte wie wir, aber mit seinem eigenen Motorbike unterwegs war. Auf ein Bierchen gingen wir in eine Bar, die von einem Architektenschüler des verrückten Hauses entworfen wurde und dementsprechend genauso eigenartig und verwinkelt ist, sodass es nach ein paar Drinks schwierig werden könnte den Ausgang oder die Toilette zu finden. Auf mindestens 6 Etagen inklusive Kellergeschoss erstreckt sich das Ganze. Verbunden durch schmale Wendeltreppen und verwinkelte Gänge. Hier findet auf jeden Fall jedes Pärchen eine ruhige Ecke. ;)
Von Dalat aus ging es auch schon zu unserer südlichsten und letzten Station in Vietnam - Ho-Chi-Minh-City (früher Saigon). Auch hier haben wir Jaydon wiedergetroffen und das lustige war, dass wir an unserem letzten Abend auch Caroline zufällig wiedergesehen haben, da waren wir wieder komplett - unser Dream-Quartett.

image

In der Stadt besichtigten wir erst das Kriegsmuseum - eine sehr gute, aber unter die Haut gehende Ausstellung! Darauf aufbauend haben wir uns noch die bekannten Chu Chi Tunnel angesehen, ein unvorstellbar 200 km langes Tunnelsystem aus der Zeit des Vietnamkrieges 70km außerhalb der Großstadt. Die zu besichtigen Teile der Tunnel wurden schon touristenfreundlich um die doppelte Höhe erweitert und trotzdem ist die Enge noch beängstigend. Unvorstellbar was die Vietnamesen in den original 80-100 cm hohen Gängen damals durchleben mussten. Zu jener Zeit befanden sich ganze Städte da unten. Schulen, Küchen und Schlafgelegenheiten. Die Eingänge sind winzige Klappen, getarnt durch Laub u.ä. und vor dem Feind geschützt durch Fallen. Leider haben wir mit dem Bus länger gebraucht als erwartet und hatten so viel zu wenig Zeit vor Ort, sodass wir die Führung im Schnelldurchlauf machten. Wir erfuhren aber trotzdem einige interessante Fakten. So wurde zum Beispiel auch unter Tage gekocht und der entstehende Rauch unterirdisch mehrere 100 Meter weitergeleitet um nicht den genauen Aufenthaltsort zu verraten.
Wirklich schade, dass wir nicht mehr Zeit dort verbringen konnten.
Für den nächsten Tag haben haben wir ausnahmsweise wieder eine geführte Tour gebucht, da es scheinbar keine andere Möglichkeit gibt innerhalb eines Tages zum Mekong-Delta zu kommen. Am Ende des Tages hat mir das allerdings erneut gezeigt, warum ich das normalerweise vermeide. Das ist einfach nichts für mich, vor allem weil es eine besonders große Gruppe von mindestens 50 oder mehr Personen war. Das heißt wir haben mehe Zeit mit warten als mit irgendetwas anderem verbracht.
Auf dem Hinweg machten wir Stop bei einem weiteren Tempel, wo ein riesiger Buddha zu besichtigen ist.
image

Mein persönliches Highlight des Trips war die Fahrt durch die schmalen Kanäle auf einem der kleinen traditionellen Ruderboote. Jeder Passagier hat sogar einen der klassischen Spitzhüte erhalten. Auch die traditionelle Gesangsvorstellung war ganz nett. Alles andere hätte man sich aber auch schenken können. Nun ja, preis-leistungs-mäßig war es allerdings schon in Ordnung.
Dafür konnten wir den Abend - unseren letzten Abend- auf der Dachterrasse von Caroline's Hostel ausklingen lassen.
Vietnam hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Modernes Asien

26März2016

Für unseren nur 8-tägigen Aufenthalt in Malaysia haben wir uns 4 Stationen herausgesucht. Die erste Nacht nach Singapur verbrachten wir in Melakka, eine Stadt an der Westküste der malaysischen Halbinsel. Viele historische Gebäude, Tempel und süße Cafés und Restaurants entlang des Flusses bilden den Kern, der hübsch angelegten Altstadt. Trotz des kurzen Aufenthaltes hat es mir hier sehr gut gefallen.
Sofort ist uns aufgefallen, dass Malaysia schon viel weiter entwickelt ist als Indonesien. Das Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und organisiert. Die Busse sind geräumig und bequem, da können unsere deutschen Fernbusse nicht mithalten. Sogar mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man auch als Ausländer gut zurecht.
Am nächsten Morgen ging es schon weiter auf die nördlich von dort gelegene Insel Penang nach Georgetown. Hier waren wir in einem sehr guten Hostel, wo wir gleich über die Region informiert wurden. Abends dort angekommen waren wir froh auf unsere netten Zimmermitbewohner - ein türkisches Pärchen - zu treffen, die schon ein paar Tage in der Stadt waren. Auf unsere Frage, ob sie etwas zum Abendessen empfehlen können boten sie uns gleich an sie zu begleiten und zwar zu einem indischen Tempel, wo wohl drei mal täglich kostenlos vegetarisches Essen ausgegeben wird. Das klang natürlich gut und wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war eine tolle Erfahrung. Als wir ankamen waren die paar Dutzend Inder dabei ein Geburtstagsständchen zu singen. Wir wurden freundlich in die Runde aufgenommen. Jeder ist dort herzlich willkommen egal welcher Nationalität oder Religion man angehört - scheinbar ganz nach dem Prinzip "keiner sollte hungern". Das Ganze basiert auf Spenden finanzieller Art oder auch Lebensmittel, die bereitgestellt werden. Serviert wurde natürlich Reis mit verschiedenen Soßen und Gemüse, alles typisch indisch scharf gewürzt, aber echt super lecker! Wir saßen dann auf dem Boden zwischen den ganzen Indern in ihren bunten Schleiern, die wie ich finde immer hübsch anzusehen sind,  haben allerdings mit einem Löffel nicht wie alle anderen typisch indisch mit den Händen gegessen.
Außerhalb der Stadt haben wir uns den sehr schönen riesigen farbenprächtigen chinesischen Kek Lok Si Tempel angesehen.

image



image



Der anschließende Ausflug auf den Penang Hill war leider weniger beeindruckend, was wohl daran lag, dass eher bescheidene Sichtverhältnisse herrschten.

Nächster Stop hieß Cameron Highlands - ein im inneren der malaysischen Halbinsel liegendes Hochland - landschaftlich geprägt durch Regenwälder?, Wasserfälle und die vielen riesigen terassenartigen Plantagen, wo vor allem Tee angebaut wird.

image



Wandern durch die urigen Wälder und eine Countryside Tour zu verschiedenen Farmen gestalteten hier unseren Aufenthalt. Letztere gab uns einen guten Einblick in die örtliche Landwirtschaft. Was man eigentlich schon weiß, nur irgendwie nicht glauben mag wird einem hier klar vor Augen geführt: wie hart die Menschen hier arbeiten für einen sehr geringen Lohn. Neben dem Teeanbau und Produktion haben wir auch eine Erdbeerfarm, eine Bienenfarm, Schmetterlingfarm und einen weiteren Tempel gesehen.
Letzte Station in Malaysia hieß Kuala Lumpur. Hier gehörten zum Pflichtprogramm natürlich die berühmten Petronas Towers. Schon ein beeindruckendes Architektenwerk, vor allem beleuchtet im Dunkeln toll anzusehen. Von einer Skybar aus hatten wir einen besonders guten Blick auf das Gebäude.

image



image



Am nächsten Morgen besichtigten wir dann die Batu Caves - ein System von drei Höhlen etwas außerhalb der Hauptstadt. Die berühmteste ist die Tempelhöhle, in der sich wie der Name schon verrät einen Tempel beinhaltet. Schon an die vielen Touristen gewöhnt springen überall Affen herum, die versuchen an essen zu kommen.
Am Fuße der 272 Stufen, die zur Höhle hinauf führen befindet sich eine 43 Meter hohe ??? Statue,  die größte weltweit.
Die dunkle Höhle kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen, da die einzigartige Fauna so gut es geht geschützt wird.

image



image



Anschließend fuhren wir nach ?Putrajaya?, eine südlich von KL und nahe zum Flughafen liegende Stadt, wo wir von Adam abgeholt wurden, einem Freund, den ich in Kuta Lombok kennengelernt habe. Er hat uns freundlicherweise herumgefahren, zum Beispiel zur ?Pink Mosque? - einer rosafarbenen Moschee. Um diese zu besichtigen mussten wir uns einen Kapuzenumhang ausleihen um Haut und Kopf zu bedecken.  Bei über 30°C im Schatten kaum auszuhalten und da wir auch die Schuhe ausziehen mussten und der geflieste Boden so heiß war, sind wir mit unseren Zipfelmützen wie die Heinzelmännchen von Schatten zu Schatten gerannt. Man möge sich das bitte bildlich vorstellen :D.

image



Nach einem vegetarischen Bürger ging es in ein Flughafen nahes Hotel, denn unser Flug nach Hanoi ging 6.10 Uhr am nächsten morgen. Adam hatte uns angeboten uns zu fahren und da wir schon online eingecheckt hatten, dachten wir, dass es ausreicht eine Stunde und vierzig Minuten vor Abflug da zu sein. Pustekuchen! Wir konnten ja nicht ahnen, dass man uns/das Gepäck nicht einchecken lässt wenn wir kein Ticket für die Weiter-oder Rückreise vorweisen können. Wir wussten, dass es zur Einreise nicht notwendig ist, aber die Airline sichert sich damit scheinbar ab, dass niemand zurücktransportiert werden muss, falls die Einreise verweigert wird. Das heißt unsere einzige Chance, den Flieger zu erwischen war auf dem Smartphone ein Busticket zu buchen. Hektisch nervös und mit einigen Strapazen gelang es uns.
Dank der modernen Technik, Adams Hilfe und einen Sprint vom Check-In-Schalter bis zum ewig weit entfernten Gate und nur weil wir sämtliche Warteschlangen übersprungen sind haben wir es tatsächlich gerade so rechtzeitig zum Boarding geschafft. Zwischendurch hatte ich echt nicht mehr daran geglaubt. Im Flugzeug hieß es erst einmal tief Durchatmen bevor es weiter geht ins nächste Land: Vietnam.

Singapur - wo verschiedenste Kulturen und Menschen zusammentreffen

18März2016

Singapur war für mich wie eine kleine abgeschottete Welt in
Mitten Südostasiens. Auf der einen Seite westlich geprägt, so sauber und hochmodern. Auf der anderen Seite ein starker Einfluss durch den großen chinesischen und indischen Teil der Bevölkerung. Wie in vielen Städten Asiens gibt es auch hier Chinatown und Little India. Wahrscheinlich sage ich das nur weil ich noch nie dort gewesen bin, aber man fühlt sich tatsächlich in entsprechende Länder versetzt, wenn einem plötzlich nur noch bunt gekleidete Inder mit roten Punkten auf der Stirn entgegen laufen oder von allen Seiten riesige chinesische Schriftzeichen leuchten.

image


Die Multikulti-Gesellschaft bemerkt man eigentlich überall, schon in der U-Bahn. Toll, wie die verschiedenen Kulturen friedlich aufeinandertreffen.
Wir sind nachmittags in Singapur angekommen und sind am gleichen Abend noch losgezogen um die Stadt zu erleben. Unser großer Vorteil war, dass wir aus Neuseeland jemanden kannten - Laury - die hier lebt und uns herumführen konnte. Sie hat uns vom Hostel in Chinatown abgeholt und dann sind wir zu Fuß aufgebrochen zum Herzen der pulsierenden Metropole, der Marina Bay. Schon auf dem Weg dorthin wurden wir in Staunen versetzt bei all den Lichtern und dem fröhlichen Treiben entlang des Flusses, auf dessen Sauberkeit die Einwohner wohl sehr stolz sind. Generell ist Singapur übrigens tiptop sauber und damit ein riesen Kontrast zu Indonesien, was wohl daran liegt, dass die Gesetze ziemlich streng sind. Es gibt hohe Geldstrafen für Essen in der U-Bahn oder Kaugummi kauen in der Öffentlichkeit. Auf konsumieren von Drogen folgt sogar die Todesstrafe.

An der Marina Bay angekommen waren wir echt sehr beeindruckt von der gigantischen Skyline.

image


Wir haben die Bucht einmal umrundet, dabei die vielen interessanten Gebäude bewundert, natürlich auch das weltbekannte Marina Bay Sands Hotel.

image


Anschließend sind wir durch die "Gardens By The Bay" spaziert. Hier werden mehrere riesige bewachsene Türme, die an Bäume erinnern, farbig angestrahlt. Hier hätte ich ewig verweilen können! Vor allem so spät am Abend, wenn kaum noch Menschen unterwegs sind.

image

image


Daraufhin folgte das Highlight des Tages und unseres gesamten Singapur-Aufenhalts. Es ging hoch hinaus auf einen der höchsten Tower in eine Open-Air Rooftop Bar (https://www.google.com/search?q=altitude+singapore&client=ms-android-samsung&prmd=imvn&tbm=isch&tbo=u&source=univ&fir=Bavj3wGYxQQj6M%253A%252CKHBTtaZnVxqLuM%252C_%253BZ9ack8_LEDAlvM%253A%252CPJGVIouqLlYNTM%252C_%253BO1yoMZAEcghwYM%253A%252CDsIydsW3710XXM%252C_%253B4N3O_B-ZYENQ-M%253A%252C3_GEx4s75Ec1SM%252C_%253BbXEccWhhYmZ6BM%253A%252Cp0moEL3RqYwaBM%252C_%253Bp1c84Gr8pxxXVM%253A%252CsXtTNyUBAEPGDM%252C_%253BSwvgdYYcFmE6AM%253A%252C2BYtP16GHIC2LM%252C_%253BHw_0PQmY-mcZzM%253A%252CbfVaR1Ns8xiWxM%252C_%253BG3kyx3jjUywDcM%253A%252CzJq8kbg2ccu49M%252C_%253BV9bXjT3h-AZEvM%253A%252Cqx6rFK4fl4E4lM%252C_&usg=__s2Rn_yd4jlEiwmfuUc3MqpUVYKw%3D&sa=X&ved=0ahUKEwiQvuL-0N7LAhULFJQKHUBRBtAQ7AkIpAE&biw=320&bih=452). Mittwochs ist Mädelsabend, was heißt: freier Eintritt. Und nicht nur das. Da Laury dort arbeitet haben wir sogar noch Getränke aufs Haus bekommen. Nichts geht über connections im Leben ;) Die Aussicht von dort oben war natürlich der Wahnsinn! Die dreieckige Grundfläche ist umrandet nur mit einer ca. 1,50 hohen Barriere aus Glas und in der Mitte gibt es sogar eine Tanzfläche. Trotz unserer kurzen unbequemen Nacht um Bus haben wir lange durchgehalten und hatten viel Spaß!
Den nächsten Tag sind wir dann ruhig angegangen, haben uns den botanischen Garten und die Stadt nochmal im hellen angeguckt.
Ich habe diesen leider nur kurzen und verhältnismäßig teuren Aufenthalt  sehr genossen! Singapur ist toll, hat mir super gut gefallen! Um das nachvollziehen zu können muss man einfach dagewesen sein.

Bus fahren mal anders

16März2016

Öffentliche Verkehrsmittel so zuverlässig wie die Wettervorhersage in Neuseeland. Hier ist das Reisen tatsächlich jeden Tag eine neue Herausforderung und Abenteuer pur. Was will man mehr? Nun ja, natürlich ist es schon spannend und man spart vor allem im Vergleich zu NZ eine Menge Geld, aber dafür steckt viel Mühe und Zeitaufwand dahinter.

So haben wir auf Java einen großen Teil unseres Aufenthalts im Bus verbraucht. Und das Fahren im lokalen Bus möge man sich bitte so vorstellen: Ankunft am Busterminal. Kaum einen Fuß aus dem Taxi gesetzt hast du schon mind 3-5 Einheimische an der Backe, die in Fetzen der Englischen Sprache versuchen zu erfahren wo du hin willst und dir alle erzählen wollen, dass nur der EINE Bus fährt. Also versuchen wir den "offiziellen Ticketschalter" zu finden. Dort bekamen wir eine Summe gesagt, die mind dem doppelten des Normalpreises entspricht. Der Versuch die Angebote anderer Companies zu vergleichen endet damit, dass uns jemand schon zuvorgekommen ist und entsprechende Personen von einer korrekten Auskunft abgehalten hat. Schließlich entscheiden wir uns dafür, anstatt direkt nach Probolingo auf Java zu fahren, den lokalen Bus zum Hafen Westbalis zu nehmen. Abkassiert wurde erst unterwegs. Hier wurde natürlich der doppelte Preis verlangt. Als Tourist hast du automatisch mehr zu blechen. Gut, dass wir das Geld passend hatten, sodass er das Wechselgeld nicht einbehalten konnte. Nicht nur, dass der Bus auf indonesische Körpergröße abgestimmt und dazu pralle voll war, zwischen den Sitzbänken wurden noch Bretter geklemmt um noch mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Von Klimaanlage, Sicherheitsgurten geschweige denn ander Ausstattung fange ich jetzt gar nicht erst an.

Der Übergang zur Fähre verlief ausnahmsweise relativ reibungslos. Aber auf der anderes Seite mussten wir uns mit einem Bemo-Fahrer (Bemo=Minibus für kurze Distanzen) herumschlagen, um einen vernünftigen Preis bis zum Bus-terminal auszuhandeln. Hier gab es am ganzen Busbahnhof genau einen englischsprechenden Menschen, mit dem wir unsere Problemchen hatten, ihm aber letztendlich vertrauen mussten und nach weiterem Handeln den Bus nach Probolingo nahmen.

In den Bussen hier wird ganz selbstverständlich geraucht und zwischendurch steigen irgendwelche Leute hinzu, die Snacks und Drinks verkaufen oder auf der Gitarre ein Ständchen geben. Die Tür steht durchgehend offen und die Passagiere hüpfen bei noch rollenden Rädern herein und heraus. Blieb uns nur zu hoffen, dass er für uns mit dem großen Gepäck richtig zum stehen kommen würde. Aber einmal an diesem Tag hatten wir Glück und wurden direkt vor dem Hotel abgesetzt, was auch noch ein freies Zimmer und hauseigenes Restaurant hat. Erschöpft aber stolz und zufrieden unser Ziel erreicht zu haben vielen wir nach 13 Stunden ins Bett.
Am nächsten Morgen am Busbahnhof wurden wir gebeten zu warten bis genug Passagiere zusammenkommen, um mit dem Minibus zum Bromo zu fahren. Vier Stunden später waren wir immerhin 9 Personen von max 15 und wir haben uns die Kosten für den gesamten Bus geteilt.
Der Bromo war mein absolutes Highlight auf Java, wofür sich auch alle Mühe der Anreise gelohnt hat. Außerdem waren die deutlich niedrigeren Temperaturen hoch oben in den Bergen mal ganz nett. Um den Vulkan, der gerade erst vor ein paar Wochen noch aktiv war, im schönen Licht der aufgehenden Sonne zu sehen sind wir morgens 3.00 Uhr zur Aussichtsplattform aufgebrochen. Nach einer Stunde dort angekommen waren uns aber noch zu viele Touristen und wir wollten weiter hinauf. Auf einem Trampelpfad ging es für eine weitere Stunde über Stock und Stein, durch Busch und Matsch bis zu einer abgelegenen Stelle am Gipfel des Berges, die uns netterweise ein einheimischer gezeigt hatte. Durchgeschwitzt und nass vom Tau kamen wir oben an, wo sich ein atemberaubender Blick auf Bromo und den dahinter liegenden Semeru auftat. Im Tal, am Fuße des Vulkans, lag eine dicke Wolkendecke, die langsam ins Dorf zu kriechen schien. Es war schon heller geworden und es dauere nicht lange bis die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf die rauchenden Gipfel fielen. Eine unbeschreibliche Atmosphäre, die dieses Naturschauspiel entstehen ließ.


Bei der Ankunft in Yogyakarta, unsere nächste Station, hatten wir wieder Probleme. Wir kamen mitten in der Nacht an und wurden nicht wie vereinbart am Hostel abgesetzt, sondern irgendwo in der Stadt und mit dem Fahrer konnte man auch nicht reden. Also sind wir in das nächstbeste Hotel um zu fragen wo wir denn eigentlich sind und wie wir zum Hostel kommen. Hier hatten wir wieder Glück im Unglück und sind in die Arme eines einheimischen Pärchen gelaufen, die uns kurzerhand mit dem Auto zur Unterkunft gebracht und uns auf dem Weg noch was zu essen gekauft haben. Toll, es gibt also auch hilfsbereite Indonesier.
Yogyakarta, eine der Großstädte in Indonesien, aber man wird als Tourist nicht ganz so belagert und man kommt gut an Informationen wie zum Beispiel über öffentliche Verkehrsmittel. Außerdem spürt man die reichhaltige Kultur und Kunst im städtischen Treiben. Besonders interessant der große traditionelle Markt wo man von Klamotten, Tüchern und Taschen bis hin zu Nüssen, Früchten und Gewürzen alles auf handelbasis erwerben kann.


Etwas außerhalb der Stadt liegen die großen bekannten tempelanlagen Prambanan und Borobodur. Letzterer ist der größte buddhistische Tempel der Welt - ein beeindruckendes Bauwerk. Genau wie Prambanan, der größte Hindu Tempel in Indonesien. Das Erdbeben 2006 hat beiden sehr zugesetzt, inzwischen sind sie aber wieder gut restauriert.
Nach Kultur in Yogyakarta wollten wir wieder etwas Natur in Pangandaran. Ein kleiner Ort an der mittleren Südküste Javas. Der Strand war leider wieder sehr vermüllt, aber mit einem frischgepressten Saft in der Strandbar ließ es sich aushalten.


Von hier aus sind wir mit dem Minibus zum Green Canyon gefahren, wo wir uns mit einem Pärchen ein Boot geteilt und uns den Fluss hinauf in den Canyon shippern lassen haben. Jedenfalls bis zum Anfang, denn irgendwann ging es per Boot nicht weiter und dann hieß es Body-Rafting. Den Begriff hatte ich vorher auch noch nicht gehört, jetzt weiß ich warum das so heißt. Mit nichts weiter außer unserem Bikini am Leib, haben wir uns, immer dem Guide nach, in die Strömung des Flusses geworfen, an Seilen und Steinen entlang gehangelt und sind von Felsen gesprungen. Das war ein Spaß! Sowas hätte es in Deutschland wohl nie gegeben ohne Helm, Schwimmweste und festes Schuhwerk, aber wie heißt es so schön: no risk no fun! ;) Aber es muss auch dazugesagt werden, dass wir uns sehr sicher fühlten mit unserem local Guide, der den Canyon inklusive jeder Stromschnelle und jeden Felsens wie seine Westentasche zu kennen schien.


Unser letzter Stop auf Java hieß Jakarta. Ist zwar die Hauptstadt, aber wir hatten nicht wirklich gutes darüber gehört und auch keine Lust auf den chaotischen indonesischen Großstadt-Trubel, weswegen wir mit dem Nachtbus direkt zum Flughafen fuhren. Das war auch eine Erfahrung für sich. Die Sitze waren zwar bequem und es gab eine Klimaanlage, die den Bus allerdings etwas zu sehr herunterkühlte, aber gut da wurden halt Socken und Pulli herausgeholt. Viel schlimmer war die Straße! So viele Schlaglöcher, dass man eigentlich dauerhaft gut durchgeschüttelt wurde und einige so schlimm, dass ich befürchtete vom Sitz geschleudert zu werden. Besonders viel Schlaf haben wir so natürlich nicht bekommen und diese Fahrt habe ich am nächsten Tag noch im Rücken gespürt.
Am Flughafen war dann unser einziges verhältnismäßig geringes Problem ein europäisches Frühstück zu finden.
Und schon waren wir am Ende unserer Indonesien-Reise angekommen. Sehr intensive dreieinhalb Wochen mit sehr vielen neuen Eindrücken einer komplett anderen Kultur - einer anderen Welt - liegen hinter uns.

Schiff Ahoi

07März2016

Was für ein Trip! Fünf Tage, vier Nächte, zehn Inseln und elf bzw 13 Passagiere + Crew. 

Am Anfang dachte ich mir "Was mache ich hier eigentlich? ", denn solche geführten Touristentouren sind ja überhaupt nicht mein Ding.
Wir sind in Senggigi im Westen Lomboks mit dem Bus Richtung Hafen gestartet. Unterwegs haben wir an verschiedenen Tempeln und zum Lunch an einem kleinen abgelegenen Ort angehalten, wo wir neben dem köstlichen indonesischen Essen auch die Möglichkeit hatten Einheimische bei ihrer Handarbeit zuzusehen. "Flechten" mit Stöckchen des Kokosnussbaumes, Töpferei und Weben wurde hier praktiziert. Beeindruckend was da für Arbeit hinter steckt und vor allem welch zeitlicher Aufwand. An einer ihrer gewebten Decken ist die Dame mind einen Monat lang täglich beschäftigt um dafür am Ende umgerechnet 20-25€ zu bekommen. Da kann man dann schon verstehen mit welcher Penetranz einige ihre Waren verkaufen wollen. Nur leider kann man ja nicht überall etwas mitnehmen. Abends sind wir dann erst am Hafen eingetroffen, wo wir wieder gut beköstigt und mit netten traditionellen Spielen und Tänzen zum bevorstehenden Programm empfangen wurden. Über Nacht ging es dann los zum ersten Ziel Satonda Island, eine kleine Insel mit einem Salzwasserkratersee in deren Mitte, der im Gegensatz zum warmen Meer mal eine erfrischende Temperatur hatte.


Im Anschluss wurde geschnorchelt - auch beim zweiten mal toll anzusehen die Unterwasserwelt! Danach ging es weiter an die Küste Sumbawas an einen ausnahmsweise nicht so schönen Strand, der nicht aus Sand, sondern gebrochenen Korallenstückchen besteht. Traurigerweise kann man nämlich schon beobachten wie die Unterwasser Flora abstirbt.
Nach dem wieder sehr guten Essen ging es nach dem Sonnenuntergang zur Komodo Island - die Hauptattraktion des Trips- wenn für mich auch nicht dss Highlight.
Eine traumhafte Kulisse bot sich schon auf dem Weg dort hin für Diejenigen von uns, die früh genug aus dem Bett gekrochen kamen, um den Sonnenaufgang zwischen all den kleinen Inselchen zu sehen.


Der Komodo Nationalpark gehört zu den 7 Naturwundern und zwar aufgrund der weltweit einzigartigen Komodowarane, die dort zahlreich vorkommen. Faszinierende Wesen. All die interessanten Eigenschaften hier aufzulisten wurde jetzt hier den Rahmen sprengen, aber wer da mehr wissen will, kann ja mal googlen. ;)
Von hier aus ging es zu einem der schönsten Schnorchelgebiete des Landes. Neben Schildkröten und Seesternen sind mir hier Nemo und Dori über den Weg geschwommen. Die Korallen sind hier noch farbenprächtig und die Artenvielfalt beeindruckend. Echt schade, dass ich keine Unterwasserkamera habe, um diese Eindrücke festzuhalten.


Zur Halbzeit der Tour, am Ende des dritten Tages legten wir an der Westküste Flores an. An diesem Abend fand eine Abschiedsparty für die Fahrgäste, die hier ausstiegen und eine Willkommensparty für die neuen Leute statt. Ein gelungener Abend mit Tanz, Musik und dem ein oder anderen Bintang (lokales Bier) im Hafen von Labuan Bajo.
Auf dem zweitägigen Rückweg nach Lombok hielten wir an mehreren kleinen Inseln an. Auf einer habe ich die Anstrengung auf mich genommen und bin während der Mittagshitze in praller Sonne barfuß auf eine Hügel nahe des Strandes gelaufen. Oben angekommen wurde ich belohnt mit einem der schönsten Aussichten, die ich je gesehen habe.


Auf einer anderen, nämlich der Moyo Island, wurden wir von einheimischen Kindern zu einem Wasserfall geführt. Hier konnte man sich mit einem langen Seil in das erfrischende Flusswasser schwingen.
Die letzte und kleinste Insel war gerade mal so groß, dass man sie in 2 Minuten umlaufen konnte. Auf dieser befand sich nichts weiter außer Palmen voller Kokosnüsse, einer Schaukel und ein einheimisches älteres Pärchen wohnt dort in ihrer Bambushütte. Total süß.


Zurück auf Lombok waren alle etwas traurig, dass es schon vorbei ist. Wir waren eine gut durchmischte Gruppe von jung und alt und aller Herren Länder. (Kanada, Italien, Spanien, Frankreich, Slowenien Dänemark, Chile, Polen und Deutschland) Die meisten von uns hatten die günstigere Deck-Klasse gewählt und haben somit alle nebeneinander auf Matratzen auf dem zwar überdachten aber an den Seiten offenen Deck geschlafen.
Auch die Crew-Mitglieder waren alle absolut freundlich und zuvorkommend!
Letzten Endes waren meine anfänglichen Zweifel also vollkommen unnötig und ich hatte eine tolle Zeit!

Bye bye New Zealand Hello Asia

01März2016

Meine letzte Woche in Neuseeland habe ich in Christchurch bei Catherine und Willie verbracht, wo ich im September letzten Jahres schon eine Woche gewwooft hatte. Ich war super froh, dass ich hier her zurückkommen konnte, denn ich wusste, dass ich mich hier wohl fühle und konnte bequem alles erledigen, was vor Asien noch erledigen werden musste und Catherine und Willi waren mir dabei sehr behilflich. Zum Beispiel habe ich mich um mein tax return (Steuererklärung) gekümmert, meine Reiseapotheke ausgestattet und ein Paket mit Souvenirs und Sachen nach Hause geschickt, die in Asien nur unnötiger Ballast wären. Das hat meinen Backpack um über 7 Kilo erleichtert - teure Angelegenheit, aber absolut lohnenswert, wenn man bedenkt, dass ich die bei der Hitze nicht herumschleppen muss. Außerdem habe ich alle meine Fotos auf Dropbox gesichert, Blog geschrieben und mir auf den letzten Drücker noch einen Reiseführer gekauft. So ging die Woche echt schnell herum, Catherine und Willie haben sehr darauf Rücksicht genommen und ich hab nur wenig arbeiten müssen in Haus und Garten, wobei ich das natürlich liebend gerne gemacht habe.
Ich War froh, dass ich wenigstens an einem der heißen Sommertage ein bisschen rausgekommen und mit Catherine in Lyttelton an den Strand gefahren bin. Nur ein paar Minuten heraus aus der City und man ist schon wieder im Paradies, das liebe ich so an diesem Land!

Meine letzten Tage in NZ habe ich also sehr unspektakulär aber in toller Gesellschaft verbracht. Auch das leckere Essen habe ich wieder sehr genossen.

Bis zum letzten Tag konnte ich es nicht wirklich fassen, dass ich wirklich das Land verlasse. Nach so langer Zeit in einem Land, was ich wirklich lieben gelernt habe, ist es natürlich schon traurig zu gehen, aber in den letzten Wochen habe ich mich tatsächlich mit dem Gedanken angefreundet. Lange Zeit wollte ich auf gar keinen Fall gehen, aber irgendwann bin ich dann an den Punkt gekommen, wo es okay ist. Ich hatte eine wundervolle Zeit, die ich optimal ausgenutzt habe. Aber es ist nun vollkommen in Ordnung zu gehen, auch wenn ich jetzt schon weiß wie ich alles vermissen werde zurück in Deutschland. Aber erstmal liegt ja noch ein neues Abenteuer vor mir und danach freue ich mich auch wieder auf Zuhause.

Am frühen Morgen des 20.02. hat mich Willie dann sogar nachts zwischen halb und um vier zum Flughafen gefahren. Zehn Flugstunden und fünf Stunden Aufenthalt in Sydney später bin ich auf Bali gelandet.
Hier erlitt ich schon erstmal einen kleinen Kulturschock. Bei 30°C, Regen und extrem hoher Luftfeuchtigkeit wurde ich von Taxifahrern belagert noch bevor ich den Flughafen verlassen habe. Letztendlich habe ich ein Taxi beim offiziellen Schalter bezahlt und war dann auch echt froh als ich nach der stockenden Fahrt durch die schmalen Gassen von Kuta bei meiner Unterkunft ankam. Das hostelartige homestay war gewöhnungsbedürftig aber für 5€ die Nacht voll in Ordnung. Die Zimmer waren alle gefliest (Boden und Wände), im Gemeinschaftsraum, wo es Frühstück und WLAN Empfang gab war nur ein Ventilator, sodass es extrem heiß war und die Dusche ist ein duschkopf direkt neben der Toilette ohne Duschkabine, was hier aber normal ist wie ich später herausfinden sollte.
Am ersten Abend war ich dann froh, dass mich Christin - meine Reisepartnerin für Südostasien - und ihr Freund abgeholt haben.

Gegessen haben wir abends bisher fast immer nationale Gerichte für 2,00€ - 4,00€. Das geht auch noch günstiger aber an die Straßenstände wagen wir uns dann doch nicht heran. Es war bisher auf jeden Fall alles sehr lecker, wenn auch landestypisch ziemlich scharf, aber da gewöhne ich mich hoffentlich noch dran.
Frühstück ist fast immer im Zimmerpreis inklusive, wenn auch oft sehr bescheidene Portionen.

Wie erwartet war es auf Bali sehr touristisch und mir hat es auch überhaupt gar nicht gefallen. Allerdings war ich auch nur in Kuta für zwei Nächte und kann deswegen schwer ein Urteil für die ganze Insel fällen. Jedenfalls ist die Stadt extrem dreckig/vermüllt, touristisch ausgelegt und es herrscht totales Verkehrschaos. Überall wird versucht dir etwas anzuschwatzen. Ob Transport, Klamotten, Souvenirs, oder Essen - man kann kaum ein paar Schritte gehen ohne von allen Seiten belagert zu werden.

Insbesondere am Strand, von dem ich ziemlich enttäuscht war, kann man sich vor Angeboten wie Surfboards zum Ausleihen, Liegestühle, Eis sowie Schmuck und ähnliches kaum retten. Letztendlich habe ich mich für zwei Stunden in die Wellen gestürzt, danach sind wir noch ein bisschen durch die Läden geschlendert, wobei ich mir einen Sarong erworben habe. (Ein Tuch, welches sich indonesische Frauen in vielen verschiedenen Varianten um den Körper binden.)
Am 22. setzten wir mit der öffentlich Fähre für umgerechnet 2,80€ nach Lombok über. Anstelle der vierstündigen Fahrt wählen die meisten Touristen das deutlich teurere Schnellboot. Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in Mataram, der Hauptstadt der Insel. Auch hier war uns viel zu viel Getümmel (obwohl schon deutlich weniger touristisch) sodass wir einen Tagesausflug zum Gunnung Rinjani organisierten. Der junge Fahrer, der uns dorthin begleitete war sehr nett, hilfsbereit und konnte vor allem gut Englisch, sodass wir uns gut mit ihm unterhalten und Dinge erfragen konnten. Auf den Gipfel konnten wir leider nicht, weil es während der Regenzeit zu gefährlich ist, aber auch die beiden Wasserfälle am Fuß des Vulkans waren einen Besuch wert! Außerdem hielten wir unterwegs an schönen Stränden und einem monkey forest an.

 Mataram ging es für uns auf die kleine Insel Gili Air. Anstelle eines Speedboots haben wir wieder das offentlöffentliche Boot genommen. Zwischen den ganzen Einheimischen und deren Ware waren wir die einzigen Touristen.

Auf dem Inselchen kam echt Urlaubsfeeling auf, es sieht auch erstmals so aus wie auf den vielen Postkartenmotiven, die man so kennt.
Außer den weißen Sandstrand und das türkisfarbene, glasklare, badewannenwarme Wasser zu genießen und abends direkt am Meer zu essen und Cocktails zu schlürfen haben wir einen Tag eine Schnorcheltour gebucht, die uns auch zu den anderen beiden Gili Inseln (Meno und Trawangan) führte. Die Unterwasserwelt dort ist der Wahnsinn! Neben vielen bunten Fischen, blauen Seesternen und Korallen haben wir tatsächlich Schildkröten gesehen. Eine sogar ganz nah wie sie an die Wasseroberfläche geschwommen ist um Luft zu holen.

Während Christin und Sebastian noch eine Nacht verlängerten nahm ich den Shuttle nach Kuta Lombok im Süden der Insel. Meine Unterkunft hier "Same Same Bungalows" ist super schön angelegt, die Mitarbeiter sind freundlich und ich habe nette Leute aus aller Welt kennengelernt.


Einer von ihnen, Aitor - ein Spanier, hat mich einen Tag mit zum Seger Beach genommen. Dieser ist ansich sehr schön, normalerweise wohl auch sauber aber an diesem Tag sehr vermüllt, denn kurz zuvor fand hier wie an anderen Stränden der Südküste das traditionelle Festival Bau Nyale statt.Neben feierlichen Umzügen in tollen Kostümen und Musik war der Hauptakt das Fangen von bunten Würmern, die zu dieser Zeit im Jahr an die Wasseroberfläche kommen.
Auf dem Rückweg ließ mich Aitor auf einer ruhigen Straße zum Üben ein bisschen mit seinem Motorroller herumcruisen, denn am nächsten Tag wollte ich mir auch einen Scooter leihen und damit ein wenig die Gegend zu erkunden. Anders kommt man da unten nämlich schlecht von A nach B und für knapp 3,50€ am Tag ist das auch eindeutig die günstigste Variante. Es hat echt Spaß gemacht auf den verkehrsarmen Straßen von einem Strand zum nächsten zu fahren, auch wenn sie selbst hier von den Touristen Geld verlangen nur um den Strand betreten zu dürfen und dann muss man die Toilette (die teilweise auf altindonesische Art nicht viel mehr als ein Loch im Boden ist) auch nochmal extra bezahlen. Aber bei den humanen Preisen hier kann man das noch verkraften.
Sprit habe ich am Straßenrand in einer alten Wodkaflasche gekauft, denn richtige Tankstellen gibt es in dieser Region nicht.
Mein erster Stop hieß Pantai Mawun, der zweite Pantai Mawi (Pantai - ind. für Strand), letzterer ist über eine besonders abenteuerliche "Straße" zu erreichen - Schlaglöcher und Matsch prägen den Weg durch Reis- und Maisfelder bis hinunter zu diesem schönen abgelegen Ort.

Am Strand Selong Belanak habe ich mir dann ein Surfboard ausgeliehenen und den Saft einer frischen Kokosnuss getrunken. Während ich im Wasser war gab es schon mehrere Schauer und auf dem Weg zurück hat mich heftiger Regen erwischt, aber bei der Wärme ist das eine willkommene Abkühlung.
Mein Lieblingsrestaurant in Kuta ist Nuggets Corner - ein Lokal mit lecker einheimischen Gerichten inklusive einer tollen Auswahl für Vegetarier.

 

Wellenreiten

14Feb2016

Kurz vor meiner Abreise habe ich glücklicherweise eine Amerikanerin im Hostel getroffen, die am gleichen Tag in die gleiche Richtung wie ich fuhr und mich in ihrem Auto mitnehmen konnte. Eine angenehme Fahrt, haben uns echt gut unterhalten. Am Ende hat sie mich sogar direkt vor dem Bazil's Hostel abgesetzt, wo ich die nächsten zwei Wochen verbringen würde.

Von diesem Ort hatte mir Lucie erzählt, die hier letztes Jahr gearbeitet hat. Jeden Tag kommen hier ein bis zwei Kiwi Experience Reisebusse an und die meisten der Reisenden bleiben nur eine Nacht, weswegen Unmengen an Betten gemacht werden müssen und die Eigentümer viele helfende Hände gebrauchen können. Der Deal ist: 3 Stunden arbeiten am Tag für Unterkunft und das Ausleihen von Surfboard und Wetsuit, was echt eine gute Sache ist, denn vor allem das regelmäßige surfen würde schon ein Vermögen kosten. Da ich eh noch unbedingt surfen lernen wollte, kam mir das natürlich sehr gelegen und war froh, dass ich hier zwei meiner letzten Wochen in Neuseeland verbringen konnte.

Am Anfang wurde ich in einen normales 6-bett Zimmer gesteckt, was ziemlich anstrengend war weil wie gesagt fast jeden Tag neue Leute ankamen, welche am frühen Morgen auch keinerlei Rücksicht nahmen. Bald konnte ich allerdings in die "Wwoofer-Wohnung" umziehen in ein 3-Bett Zimmer zusammen mit zwei anderen Deutschen. Ja, auch hier war es nichts neues, neben zwei Franzosen, einer Kanadierin, einer Amerikanerin und einer Britin waren alle der ca. 15 Wwoofer deutsch. Am Morgen hat sich immer das ganze Team getroffen und es wurde eingeteilt wer wofür zuständig ist. Ich habe in den zwei Wochen entweder staubgesaugt, Betten gemacht oder Küchen geputzt, alles recht entspannte Arbeit, wenn auch  natürlich relativ eintönig nach einer Weile. Und man ist natürlich umso mehr genervt von den Kiwi Experience Menschen, die meinen, wenn man nur eine Nacht bleibt, kann man in Zimmer und Küche ein Schlachtfeld hinterlassen. Diejenigen sind auch einfach eine andere "Kategorie" Backpacker. Party, Alkohol, Makeup und möglichst viele Touristenattraktionen in kürzester Zeit stehen hier im Vordergund der Reise. Aber gut, jedem seins. tongue-out
Nach der Arbeit und einem kleinen Mittagessen ging es meist mit einer Gruppe von
Wwoofern ab zum Strand um sich in die Wellen zu stürzen. Surfen ist ein Sport, der viel Geduld abverlangt und anstrengender ist als er aussieht. Vor allem bei hohen Wellengang ist das rauspaddeln echt hart. Manchmal kamen die Wellen so heftig und in so hoher Frequenz, dass ich es aufgegeben habe und einfach vorne die sogenannten "weißen  (schon gebrochenen) Wellen" genommen habe. An anderen Tagen wiederum konnte man richtig gut weit heraus paddeln, musste aber auch teilweise lange auf eine geeignete Welle warten. So tragen also auch viele äußere Faktoren dazu bei wie es klappt,  z.B. auch die Strömung, die Gezeiten und der Wind. Aber neben diesen äußeren Einflüssen ist es einfach wichtig mit hoher Konzentration und vollem Körpereinsatz dabei zu sein, wenn man sich verbessern will. Nach zwei Wochen kann man nicht gerade sagen, dass ich surfen kann aber ich kann auf dem Board stehen, auch schon auf etwas kleineren und es macht unglaublich viel Spaß! So freue ich mich auch jetzt schon mir in Indonesien wieder ein Board zu schnappen.

  

Ansonsten haben wir kleinere Ausflüge in der Umgebung gemacht (viel zu wenig im Nachinein betrachtet, es gibt dort eigentlich eine Menge zu sehen. Aber nach dem Surfen ist man oft auch einfach platt).

Zweimal war ich mit ein paar leuten im Pub auf ein Bierchen, mehr ist in Westport Nightlife-technisch auch leider nicht los. laughing Darauf freue ich mich dann doch wieder in Deutschland. 

 

Das Bazil's ist ansich ein schön angeleges Hostel, künstlerisch angehaucht mit vielen Malereien (die im übrigen hauptsächlich von Wwofern angefertigt werden, die 3 Stunden am Tag für ihr Bett malen, anstelle von Putzen), viele Bereiche zum Relaxen drinnen und draußen, Reggae Musik und alles sauber und gut ausgestattet.

Wenn da nur nicht die Kiwi Busse wären...bis ca. 5.00 Uhr Nachmittags ist alles entspannt und ruhig und dann kommen 50-80 Leute auf einmal an, die dann ewig anstehen um einzuchecken und anschließend Küche und Bäder belagern. Und die ganze Atmosphäre uner den Wwoofern und anderen Angesellten fühlt sich für mich nicht ganz rund an, ziemlich unpersönlich, man wird (jedenfalls von einem der beiden Eigentümern) als billige Arbeitskraft gesehen. Ihn kann sowieso nieand wirklich leiden,er feuert zum Beispiel auch mal eben jemanden, der vergessen hat das Toilettenpapier aufzufüllen wenn er gerade schlecht drauf ist. Ansonsten macht er aber einen auf nett, einfach nicht authentisch. Der andere Eigentümer und die Surflehrer sind dafür aber echt angenem. Insgesamt war es auf jeden Fall echt eine coole Zeit, viel länger hätte ich aber auch nich bleiben müssen.

Karibik Neuseelands

28Jan2016

Am frühen Morgen wurden wir von der Kayak Company abgeholt und nach Marahau, dem Startpunt des Great Walks, gebracht, denn wir würden die ersen zwei Tage mit dem Kayak unterwegs sein.Nach anfänglichen Bedenken ob wir unsere riesigen Rucksäcke überhaupt untergebracht bekommen, waren wir erstaunt welch großen Stauraum die Kayaks haben. Alles einzeln verteit konnten wir das gesamte Gepäck easy verstauen. Noch eine kurze Einweisung und dann konnte es auch schon losgehen. 

Gleich am ersten Tag hatten wir eine ganz schöne Strecke vor uns (auf dem Landweg ca. 25 km), weswegen wir losgepaddelt sind wie die Verrückten, weil wir dachten wir müssen uns beeilen. Schell haben wir allerdings gemerkt, dass wir viel shneller vorran kommen, als die offiziellen Zeitangben sagen. So konnten wir uns zurücklehnen, gemütlich paddeln (oder auch mal treiben lassen), eine lange Lunch Pause an einer kleinen menschenleeren Bucht machen und die wunderschöne Aussicht genießen. Es ist echt paradiesisch da: eine malerische Bucht mit weißem Sandstrand nach der anderen, kleine Inselchen, Rocks, Seehunde und jede Menge Seevögel.

Am späten Nachmittag kamen wir dann am Ziel unserer ersten Etappe an, der Mosquito Bay, die ihren Namen nicht umsonst trägt, sehr viele beißende Sandflies hier, wie im restlichen Nationlpark auch. Ansonsten ist die Bucht und der Zeltplatz direkt am Strand aber wunderschön! Wir kamen bei Low Tide (Ebbe) auf Höhe der kleinen Insel an Land, die zu dem Zeitpunkt noch gar keine Insel war, und schleppten mit zwei Helfern unser Kayak über die High Tide (Flut) Grenze, die beeindruckend weit hinten liegt (siehe Foto). Man kann zusehen wie das Wasser näher kommt, so schnell kommt die Flut. 

Erste Nacht an der Mosquito Bay

Am nächsten morgen konnten wir uns Zeit lassen, denn wir hatten es nicht weit bis zum Campingplatz. In Ruhe frühstücken mit den Füßen im Sand zwei Meter vom Meer entfernt, das hat schon was. wink Dann sind wir gemütlich losgepaddelt eimal um die Tonga Island drumherum und noch die Küste etwas weiter nach oben und zurück durch das Marine Reserve bevor wir am nächsten Zeltplatz an der Onetahuti Bay anlegten.

Onetahuti Bay

Hier mussten wir dann all unsere Sachen wieder in den Rucksäken verstauen,denn von nun an ging es zu Fuß weiter. An diesem Morgen bin ich dummerweise barfuß auf einen der Heringe getreten, weswegen ich eine relativ tiefe Wunde genau unter dem Fußballen hatte, was das Wandern natürlich nicht gerade angenehmer macht, aber da muss man dann durch. Ich habe den Fuß so gut es ging verbunden und die Zähne zusammengebissen. Doof war nur, dass wir an diesem Tag das Awaroa Inlet (ein Meeresarm) überqueren mussten, wo trotz Ebbe noch etwas Wasser stand und wir barfuß hindurch mussten. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch:

 

Der Müllbeutel is ntürlich schnell gerissen, aber den Versuch war es wert. laughing

Unser Ziel an desem Tag war der kleine süße Campground (nur 6 Zelte) der Anapai Bay, auch dieser natürlich direkt am Strand, aber im Schatten der Bäume. Tagsüber bekamen wir hier Besuch von den in Neuseeland endemichen flugunfähigen Wekas und nachts von den eingeschleppten Possums. Beide Spezies sehr freche interessante Tiere, die ohne Scheu versuchen an Essen und Müll zu kommen. Hier haben wir auch Marcel getroffen, mit dem wir am Tag darauf die nächste Etappe zusammen gelaufen sind.

Am nächsten, besonders heißen Tag hatten wir es zum Glück nicht ganz so weit ud konnten deswegen ausschlafen, gemütlich frühstücken (Porridge, wie üblich) und noch ein wenig am Strand relaxen. Bevor es weiter zum Whariwharangi Bay Capingplatz ging, haben wir einen kleinen Umweg zum Sepration Point eingelegt, was sich als sehr lohnenswert herausstellte.

Am letzten Tag des Coastal Tracks, nach etwas über 60 km (inkl. kayaken), haben wir den Abend bei einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

Am fünften Tag unseres Trips sind wir früh gestartet 5.30 Uhr klingelte der Wecker. Wie sich später herausstellte war es sehr clever vor der Mittagshitze zu laufen. Anstatt uns nämlich wie die meisten Leute vom Wasseraxi abholen zu lassen, ging es noch drei Tage zu Fuß zurück über den Inland Track. Hier haben sich die Bedingungen komplett verändert. Vom gut ausgeschilderten Schotterweg in bestem Zustand ging es auf einen Trampelpfad im Wald, ähnich wie damals im Nelson Lakes Nationalpark. Entspannt war nach dem überaufenem Great Walk auf keine Menschenseele zu treffen, dafür war es aber körperlich umso anstrengender. Fast senkrecht ging es mehrmals Berg hoch und herunter und das mit dem schweren Backpack! An der Hütte angekommen war ich auch echt am Ende meiner Kräfte! Ich war lange nich so absolut erschöpft, am Ende habe ich einfach nur noch einen Fuß vor den anderen gesetzt und nur das Schild mit dem Hinweis zur Hütte hat mir noch genügend Motivation zum Weiterlaufen gegeben.

Awapoto Hut

Da wir schon mittags angekommen waren, hatten wir uns über Nacht ganz gut erholt und sind in der Früh mit neuer Eergie gestartet. Es ging immernoch auf und ab, aber im Vergeich zum Vortag sehr human. Insgesamt ging es auf knapp über 1000 Höhenmeter hinauf, von den Castle Rocks, die über einen kleinen Seitenweg zu erreichen sind, hat man dementsprechend eine atemberaubende Aussicht auf den Nationalpark, Marahau, Motueka und sogar Nelson in der Ferne.

Am Abend teilen wir uns die Rock Castle Hut mit zwei anderen Backpackern aus den USA und Kanada.

Der vorletzte Tag war dann insofern nochmal anstrengend weil es fast durchgehend bergab ging, was unheimlich auf die Beine geht. 

Die letzte Nacht verbrachten wir auf dem kleinen Campingplatz der Coquille Bay, von wo aus es nur noch ein Katzensprung zurück nach Marahau war. Hier hat uns glücklicherweise ein deutsches Pärchen aufgelesen und mit zurück nach Motueka genommen, wo wir uns auf die langersehnte Dusche und gutes Essen (nach einer Woche Tütennudeln) freuten.

Insgesamt ein super cooler abwechslungsreicher Trip bei absolutem Traumwetter! cool

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.